Nach dem endgültigen Ergebnis der Probezählung vom
31.10. 2006 hatte Österreich 8.281.295 Einwohner und Einwohnerinnen.
Seit der letzten Volkszählung am 15.5.2001 ist demnach die Bevölkerungszahl
um 248.369 Personen oder 3,1% gestiegen. Im Vergleich dazu betrug die
Zunahme zwischen 1991 und 2001 insgesamt 237.140 Personen bzw. 3,0%.
Der Bevölkerungszuwachs war somit in den knapp 5 ½ Jahren seit der
letzten Zählung größer als in den zehn Jahren davor. Grund dafür
war die starke Zunahme der Wanderungsgewinne ab der Jahrtausendwende,
die sich zur wichtigsten Komponente des Bevölkerungswachstums entwickelt
hatten, da die Geburtenbilanz 2001 bis 2006 mit durchschnittlich 2.300
pro Jahr nur schwach positiv war.
Den absolut und relativ stärksten Bevölkerungszuwachs
verzeichnete in den letzten Jahren die Bundeshauptstadt Wien. Hier stieg
die Einwohnerzahl um 7,2% von 1,55 Mio. auf 1,66 Mio. Die Bevölkerungszunahmen
in Tirol (+3,3%) und Vorarlberg (+3,7%) lagen wie in Wien über dem
Österreichdurchschnitt, während alle anderen Bundesländer darunter
blieben. Die geringsten Zuwächse zeigten sich für das Burgenland (+0,9%)
und Kärnten (+0,1%), wobei im Fall Kärntens die Einwohnerzahl absolut
nur um knapp 300 Personen gestiegen ist.
Der Bevölkerungsschwerpunkt liegt in Ostösterreich.
Wien, Niederösterreich und das Burgenland bilden die Ostregion, in
der auf 28,1% der Staatsfläche 42,6% der Bevölkerung leben. Die vier
Bundesländer der Westregion (Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg)
vereinen 36,1% der Bevölkerung auf 41,0% der Staatsfläche. Die Südregion
(gebildet von den Bundesländern Kärnten und der Steiermark) umfasst
30,9% der Fläche Österreichs und wird von 21,3% der Bevölkerung bewohnt.
Aufgrund der Spitzenposition Wiens ist die Einwohnerzahl
Ostösterreichs (+4,6%) in den letzten 5 ½ Jahren stärker gewachsen
als die Bevölkerung Westösterreichs (+2,5%). Im südlichen Österreich
betrug der Anstieg aufgrund der Entwicklung in der Steiermark (+1,7%)
immerhin noch 1,1%.