Ausgehend vom Museumsbegriff der UNESCO kann zwischen Museen, museumsverwandten Einrichtungen und Ausstellungen unterschieden werden. Die Gesamtbesuchszahl des Jahres 2010 wurde mit 24,8 Mio. ermittelt. Auf Museen entfielen knapp 12,0 Mio. Besuche, auf museumsverwandte Einrichtungen 11,7 Mio. Besuche, darunter 5,0 Mio. an historischen Stätten und 4,0 Mio. in Einrichtungen, die lebende Spezien beherbergen (zoologische und botanische Gärten usw.). Die Museumsbesuche verteilten sich zu 52% auf „Kunstmuseen, archäologische und historische Museen", zu 27% auf „Andere Museen" (allgemeine Museen, Regionalmuseen und kulturgeschichtliche Spezialmuseen) und zu 17% auf „Wissenschaftliche, technische und ethnologische Museen". Die restlichen 4% entfielen im Wesentlichen auf historische Stätten und Denkmäler, die organisatorisch gesehen Teil eines Museums sind. Die verwendete Gruppierung (LEG-Kategorien) ist eine von Eurostat vorgeschlagene Zusammenfassung der UNESCO-Klassifikation der Sammlungsschwerpunkte.
Im Jahr 2010 wurden erstmals Anzahl und Teilnahmezahl
der von den Museen angebotenen Vermittlungsprogramme ermittelt. Darunter
sind durchgeführte Führungen, Workshops usw. zu verstehen; Audioguides
und andere Medien zählen nicht dazu. Von den Museen wurden
Die einzige im Jahr 2010 durchgeführte Landesausstellung
(Oberösterreich) erreichte
Den Eigentumsverhältnissen nach hatte mehr als die Hälfte (52%) der Museen einen öffentlichen Eigentümer bzw. Erhalter (207); die Zahl der privaten Museen betrug 189. Bei den verwandten Einrichtungen gaben 164 (47%) einen öffentlichen Eigentümer bzw. Erhalter an, 183 einen privaten. Der Rechtsform nach war der Träger jedoch nur bei 41% der Museen ein öffentlicher; dies beinhaltet z.B. Ausgliederungen in Form einer GmbH. Ausgegliederte Einrichtungen, die nach privatwirtschaftlichen Gesichtspunkten geführt werden, weiterhin aber mit substanziellen Zuwendungen der öffentlichen Hand rechnen können, finden sich ferner auch unter der Kategorie „Anstalt öffentlichen Rechts“ (4%), ohne dass dies zu einer Verringerung des Anteils öffentlicher Einrichtungen führte.
Im Vergleich zum Vorjahr sind die Besuchszahlen 2010 in Summe um 3,2% gestiegen, wobei jedoch zu beachten ist, dass die meldenden Einheiten in beiden Jahren nicht völlig übereinstimmen. Für die Museen war lediglich ein Anstieg von 0,2% gegenüber 2009 festzustellen.