Umweltschutzausgaben

Im Jahr 2009 wurden in Österreich Aufwendungen für den Umweltschutz in Höhe von 12,7 Mrd. € getätigt. Diese wurden zu 9,0% vom Öffentlichen Sektor (inkl. POE = Private Organisationen ohne Erwerbscharakter), zu 27,3% von privaten Haushalten, zu 61,5% von Unternehmen und zu 2,2% von der EU finanziert. Wie schon in den letzten Jahren floss auch im Jahr 2009 der Großteil der gesamten Ausgaben in die beiden Kernbereiche der Umweltschutzausgaben - nämlich die Abfallwirtschaft (27,3%) und den Gewässerschutz (26,5%). Die restlichen 46,2% verteilten sich auf die Bereiche Luftreinhaltung und Klimaschutz (8,4%), Arten- und Landschaftsschutz (6,1%), Schutz und Sanierung von Boden, Grund- und Oberflächenwasser (10,0%) sowie Lärm- und Erschütterungsschutz (6,3%). Auf Forschung und Entwicklung, Strahlenschutz und Sonstige Umweltschutzaktivitäten entfielen insgesamt 15,4% der Umweltschutzausgaben.

Die gesetzlichen Maßnahmen der vergangenen Jahre hatten deutliche Auswirkungen auf Höhe und Verteilung der Umweltschutzausgaben.

So maß man Anfang der 90er Jahre der Luftreinhaltung gesteigerte Bedeutung bei (Immissionsgesetz Luft, Ozongesetz), während sich ab Mitte der 90er Jahre das Augenmerk verstärkt auf die Abfallvermeidung richtete (Abfallwirtschaftsgesetz, Verpackungsverordnung, Deponieverordnung), d.h. dass in diesen Bereichen verstärkt investiert wurde. Inzwischen gewinnt - durch die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie - auch der Gewässer- sowie der Boden- und Grundwasserschutz immer mehr an Bedeutung. Mittlerweile ist allerdings der Klimaschutz (Kyoto-Ziel) wieder mehr ins Blickfeld der Gesetzgebung gerückt.

Die Aufwendungen des öffentlichen und privaten Sektors für den Umweltschutz stellen einen wichtigen Aspekt ökologisch relevanter Aktivitäten einer Volkswirtschaft dar; die Höhe der nationalen Umweltschutzausgaben ist ein Indikator für die relative wirtschaftliche Bedeutung des Umweltschutzes.

Nach den Vorgaben des Statistischen Amtes der Europäischen Gemeinschaften (EUROSTAT) wurde ein EU-harmonisiertes System zur Sammlung umweltbezogener Wirtschaftsdaten - (SERIEE - Système Européen de Rassemblement de l’Information Economique sur l’Environnement) konzipiert, um ökonomische Informationen über die Umwelt in einem gemeinsamen, konsistenten Rahmen darstellen zu können.

Konkret geht es um eine

  • Darstellung der mit dem Umweltschutz verknüpften Geldströme;
  • Beschreibung der Auswirkungen von Umweltschutz auf die europäische Wirtschaft;
  • Ermittlung von Indikatoren sowie um
  • Sammlung und Darstellung ökonomischer Informationen über die Umwelt.

Ein Element des SERIEE-Systems ist die Umweltschutzausgabenrechnung (USAR), im Rahmen derer die Statistik Austria seit 1995 die Umweltschutzaufwendungen des Öffentlichen Sektors, des Privaten Produktionssektors und der Privaten Haushalte nach diesem System berechnet.

Der Private Produktionssektor mit seinen Wirtschaftsdaten hat einen nicht unwesentlichen Anteil an den Umweltleistungen. Da zu diesem Bereich keine Daten in ausreichender Tiefe zur Verfügung stehen, werden - auf freiwilliger Basis - alle drei Jahre (zuletzt für das Berichtsjahr 2009) Erhebungen über die Umweltschutzaufwendungen im Produzierenden Bereich (PDF, 340 KB) - vorgenommen.

    
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Finanzierung der Umweltschutzausgaben 2009 in Mio. EURHTMLPDFXLSX
Finanzierung der Umweltschutzausgaben 2008 in Mio. EURHTMLPDFXLSX
Finanzierung der Umweltschutzausgaben 2007 in Mio. EURHTMLPDFXLSX
Finanzierung der Umweltschutzausgaben 2006 in Mio. EURHTMLPDFXLSX
Finanzierung der Umweltschutzausgaben 2005 in Mio. EURHTMLPDFXLSX


Entwicklung der Umweltschutzausgaben 1995 - 2009



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