Krebserkrankungen der Gebärmutter umfassen bösartige
Neubildungen mehrerer Regionen der weiblichen Genitalorgane. An Krebs
des Gebärmutterhalses, des Gebärmutterkörpers und sonstigen nicht
näher bezeichneten Teilen der Gebärmutter erkrankten 2009 in Österreich
1.303 Frauen. Damit ist es mit 8% die vierthäufigste Krebserkrankung
bei Frauen. Die Zahl der jährlichen Neudiagnosen eines bösartigen
Tumors der Gebärmutter verringerte sich in den letzten beiden Jahrzehnten
kontinuierlich. 1989 wurden noch etwa 1.900 Frauen mit der Diagnose
Gebärmutterkrebs konfrontiert. Das entsprach11% aller bösartigen Neubildungen
bei Frauen
Ein entscheidender Grund für diesen Rückgang ist
ein gut funktionierendes Screening - der jährliche „Krebsabstrich“.
Dass die Reduktion an Neuerkrankungen mit hoher Wahrscheinlichkeit darauf
zurückzuführen ist, zeigt die Entwicklung der Tumore in den einzelnen
Regionen der Gebärmutter. Während sich die Anzahl der bösartigen
Tumore im Gebärmutterkörper kaum veränderte (rund 900 bis 1.000 Fälle
jährlich), war nahezu die gesamte Reduktion des Gebärmutterkrebses
auf die Region des Gebärmutterhalses zurückzuführen. Die Anzahl der
jährlich diagnostizierten Krebsfälle ging hier in den letzten beiden
Jahrzehnten von rund 800 auf 400 zurück. Das Risiko für eine Frau,
vor dem 75. Lebensjahr an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, sank damit
von 1,5% auf 0,5% und könnte noch weiter reduziert werden. Das Risiko
für eine Frau, vor dem 75. Lebensjahr an Gebärmutterkrebs insgesamt
zu sterben, ging zwischen 1989 und 2009 von 1,0% auf 0,5% zurück.
Durch das Screening werden bösartige Veränderungen
bereits in einem Vorstadium entdeckt; neben einer Abnahme der Krebsfälle
ist daher eine Zunahme der so genannten „Carcinoma in situ“-Fälle
festzustellen.