Harnblase

Krebs der Harnblase war im Jahr 2009 mit 1.617 Fällen für rund 4,4% aller Tumordiagnosen verantwortlich. Interessant an dieser Krebslokalisation sind die starken Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Das Risiko für Männer, jemals an Blasenkrebs zu erkranken, war annähernd vier Mal so hoch wie das der Frauen. Einer von 56 Männern und eine von 214 Frauen erkranken bis zu ihrem 75. Lebensjahr an Harnblasenkrebs. Die Zahl der jährlichen Diagnosen blieb in den letzten zehn Jahren relativ stabil. Die altersbereinigte Neuerkrankungsrate sank dagegen sehr deutlich (1999: 12,6, 2009: 10,3), stagnierte bei den Frauen zuletzt aber eher.  
 
Bei der Sterblichkeit war ein leichter Rückgang sowohl bei den absoluten Zahlen, als auch bei den Erkrankungsraten zu erkennen. Die Mortalitätsraten nahmen seit 1999 bei den Männern altersstandardisiert um 34% und bei den Frauen um 18% ab. Tabakkonsum ist der wesentliche Risikofaktor für die Entstehung von Blasenkrebs. Es bleibt also abzuwarten, ob sich der rückläufige Trend in der Entwicklung der Lungenkrebszahlen der Männer auch hier wieder finden wird.

    
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Harnblase (C67) - Krebsinzidenz (Neuerkrankungen pro Jahr), Österreich ab 1983HTMLPDFXLSX
Harnblase (C67) - Krebsmortalität (Sterbefälle pro Jahr), Österreich ab 1983HTMLPDFXLSX
Harnblase (C67) - Krebsinzidenz nach Bundesländern, Jahresdurchschnitt (2007/2009)HTMLPDFXLSX
Harnblase (C67) - Krebsmortalität nach Bundesländern, Jahresdurchschnitt (2007/2009)HTMLPDFXLSX
Harnblase (C67) - Krebsinzidenz nach Stadium, Jahresdurchschnitt (2007/2009)HTMLPDFXLSX


Bösartige Neubildungen der Harnblase im Zeitverlauf


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