Veterinärinformationssystem

Das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen (BMGF) hat am 16. Oktober 2001 die Bundesanstalt Statistik Österreich mit der Konzeption, Errichtung und Betreibung einer zentralen, elektronischen Schweinedatenbank (ZSDB) beauftragt.

Mit 9. Juli 2005 ist das von der Bundesanstalt Statistik Österreich im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen (BMGF) errichtete zentrale Register mit den Schafe und Ziegen haltenden Betrieben Österreichs in Betrieb gegangen. Am 12. Juli 2005 wurde die Zentrale Schweinedatenbank (ZSDB) mit dem Register der Schafe- und Ziegenbetriebe zusammengeführt. Am 12. September 2005 wurde die ZSDB in das Veterinärinformationssystem (VIS) übergeführt.

Das Veterinärinformationssystem besteht aus dem VIS Betriebsregister (VBER) und dem VIS Ereignisregister (VERR). Im VBER werden die Stamm- und Betriebsdaten aller meldepflichtigen Betriebe, welche Schweine, Schafe und Ziegen halten, erfasst. Im VERR werden derzeit die Verbringungen von Schweinen abgebildet; Verbringungen von Schafen und Ziegen sind ab dem Jahr 2008 an das VIS zu melden.

Da verschiedene Seuchen auch auf andere Tierarten übergreifend auftreten können, werden schrittweise auch Informationen über Betriebe, die Rinder, Geflügel, Bienen, Fische, Wildwiederkäuer, hasenartige Tiere und Aquakulturen halten, eingespielt.

Mit dem VIS steht der Veterinärbehörde gegenüber der ZSDB ein hinsichtlich Funktionalität und Datengrundlage nun noch wesentlich schlagkräftigeres Instrumentarium zur Tierseuchenüberwachung und -bekämpfung zur Verfügung. Damit können im Anlassfall zur Seuchenbekämpfung die erforderlichen Maßnahmen auf jene Betriebe eingeschränkt werden, die als gefährdet oder gefährdend eingestuft werden.