Die
Die Leistungs- und Strukturstatistik erlaubt wichtige Aussagen über die Struktur, Tätigkeit, Beschäftigung, Investitionstätigkeit und Leistung der Unternehmen auf nationaler und regionaler Ebene in der Gliederung nach Wirtschaftsbereichen entsprechend der ÖNACE 2008. Wichtige Basisdaten zur Berechnung des Bruttoinlandsproduktes im Rahmen der Volkswirtschaftlichen und Regionalen Gesamtrechnung, für Input-Output-Tabellen sowie für Wirtschaftsprognosen werden zur Verfügung gestellt.
Beim Vergleich des Produzierenden Bereiches mit dem Dienstleistungsbereich (siehe Grafik „Produzierender Bereich und Dienstleistungen (einschl. Handel) 2009 im Vergleich“) zeigte sich, dass etwa vier Fünftel (80,1%) der Unternehmen in den Dienstleistungsbranchen tätig waren, während sich bei den Beschäftigten ein Anteil von 65,0% ergab. Gemessen an der Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten entfielen 39,0% auf den Produzierenden Bereich und 61,0% auf den Dienstleistungsbereich. In den Dienstleistungsbereichen wurden beinahe drei Viertel (71,1%) der gesamten Investitionen getätigt. Dieses Übergewicht bei den Investitionen war u.a. auf die hohen Investitionstätigkeiten in den Abschnitten „Grundstücks- und Wohnungswesen“, „Verkehr und Lagerei“ sowie „Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen“ zurückzuführen. In diesen Bereichen wurden mit nahezu 17 Mrd. Euro fast die Hälfte der gesamten Bruttoinvestitionen getätigt.
Im Bereich Dienstleistungen (ohne Handel) war mehr als die Hälfte aller Unternehmen (55,5%) tätig. Der Anteil an den Beschäftigten betrug 42,0% und an der Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten 44,7%. Auf den Sachgüterbereich und den Bau entfielen zwar die geringsten Anteile an den Unternehmen (9,8% bzw. 10,0%) – gemessen am Produktionswert wies der Sachgüterbereich mit 43,4% im Vergleich zum Bau (10,2%) einen hohen Anteil auf. Nahezu ein Viertel der Unternehmen (24,6%) waren im Handel tätig. Diese konnten mit 23,0% der Beschäftigten den höchsten Anteil an den Umsatzerlösen (33,1%) erzielen, gefolgt vom Bereich Dienstleistungen (31,2%) und dem Sachgüterbereich (29,2%).
Die Ergebnisse nach Beschäftigtengrößenklassen spiegeln die überwiegend kleinbetriebliche
Struktur der österreichischen Wirtschaft wider. Für das Berichtsjahr
2009 zeigte sich, dass
Neben den Ergebnissen auf Unternehmensebene sind Betriebsergebnisse
für Gesamtösterreich und getrennt nach Bundesländern verfügbar.
Die
Die Verordnung (EG) Nr. 295/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. März 2008 über die strukturelle Unternehmensstatistik (Neufassung) regelt seit dem Berichtsjahr 2008 u.a. die Erstellung struktureller Unternehmensstatistiken auf europäischer Ebene nach der neuen Klassifikation für wirtschaftliche Tätigkeiten NACE Rev. 2.
Die EU-Verordnung über die strukturelle Unternehmensstatistik ist auch die Grundlage für die Sammlung von Informationen über alle marktwirtschaftlichen Tätigkeiten im Rahmen der jährlichen Leistungs- und Strukturstatistik für die Abschnitte B bis N sowie die Abteilung 95 der ÖNACE 2008 ab dem Berichtsjahr 2008.
Ein Vergleich der Daten, die in den Berichtsjahren von 2003 bis 2007 nach der ÖNACE 2003 veröffentlicht wurden, ist mit Einführung der ÖNACE 2008 nur mehr bedingt möglich, da sich der Erfassungsbereich erweitert hat bzw. sich die Wirtschaftsbereiche verschoben haben. Gleichzeitig mit der Umstellung wurden auch geringfügige methodische und konzeptionelle Adaptierungen in der Leistungs- und Strukturstatistik vorgenommen. Weitere Informationen zu den Änderungen sowie eine Konversionsmatrix, welche mittels Konversionskoeffizienten eine Umrechnung der Ergebnisse nach der ÖNACE 2008 auf die ÖNACE 2003 für die wichtigsten Hauptmerkmale der Leistungs- und Strukturstatistik ermöglicht, ist ebenfalls auf der Homepage veröffentlicht.
Bereichsspezifische Ergebnisse und weitere methodische Hintergrundinformation zur Leistungs- und Strukturstatistik 2009 finden Sie in Kürze unter Detailergebnisse "Produktion, Bauwesen" und "Handel, Dienstleistungen".
Vorläufig werden nur unentgeltlich verfügbare Daten angeboten, weiterführende Informationen entnehmen Sie bitte der jeweiligen Datenbank!