Sozialleistungen auf Bundesebene
Im Jahr 2010 wurden 2.681.391 Pensionen und Renten ausbezahlt. Davon kamen 83% aus der gesetzlichen Pensionsversicherung
und 12% entfielen auf Beamtenpensionen. Die restlichen Leistungen sind
Renten der Unfallversicherung (4%) und der Kriegsopfer- und Heeresversorgung
bzw. der Opferfürsorge.
229.135 Personen bezogen 2010 im Jahresdurchschnitt Arbeitslosengeld
(57%) oder Notstandshilfe
(43%). Die Zahl der Leistungsbezieher und Leistungsbezieherinnen hat
seit Anfang der 80er Jahre zugenommen und 2009 den höchsten Wert infolge
der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise erreicht (+24% gegenüber
dem Vorjahr). Die durchschnittliche Höhe des Tagsatzes betrug beim
Arbeitslosengeld im Jahr 2010 27,62 Euro und 21,20 Euro bei der Notstandshilfe.
Der Leistungsbezug von Frauen ist durchschnittlich niedriger als jener
von Männern.
Die bedeutendsten Instrumente der österreichischen
Familienförderung sind die Leistungen des Familienlastenausgleichsfonds
(FLAF). Aus diesem Fonds wurden 2010 u. a. 1.806.402 Familienbeihilfen und Kinderbetreuungsgeld für 147.546 Mütter und Väter finanziert.
Ende 2010 bezogen insgesamt 369.172 Personen (ohne
Landeslehrerinnen und -lehrer sowie Opferbefürsorgte) ein Pflegegeld
auf Basis des Bundespflegegeldgesetzes.
Der Großteil der pflegebedürftigen Personen (2009: 71%) bezieht ein
Pflegegeld der ersten drei Stufen, der Rest entfällt auf die vier höheren
Stufen. Ende 2009 waren 89% der Bezieherinnen und Bezieher älter als
60 Jahre, wobei diese Altersgruppe mit 93% bei den Frauen wesentlich
stärker besetzt war als bei den Männern (82%).