Die im Dienstleistungsbereich tätigen
Beim Vergleich mit der Leistungs- und Strukturstatistik
2008 zeigte sich – bedingt durch die Wirtschaftskrise – ein Rückgang
sowohl bei der Anzahl der Unternehmen, den Beschäftigten als auch bei
den Umsatzerlösen. Gemessen an den Umsatzerlösen waren die Bereiche
„Finanzdienstleistungen“
Ein Vergleich der Eckdaten des Produzierenden Bereichs mit den Ergebnissen des Dienstleistungsbereichs zeigt ein deutliches Übergewicht des Dienstleistungsbereichs. 80,1% der Unternehmen waren im Dienstleistungsbereich tätig. Diese erwirtschafteten mit 65,0% der Beschäftigten einen Anteil an den Umsatzerlösen von 64,3% und an der Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten von 61,0%. In den Dienstleistungsbereichen wurde ein Großteil (71,1%) der gesamten Investitionen getätigt, was durch hohe Investitionen bei Leasingunternehmen und im Infrastrukturbereich begründet ist.
Die prozentuelle Verteilung der Unternehmen innerhalb des Dienstleistungssektors nach Abschnitten der ÖNACE 2008 (siehe Grafik „Prozentuelle Verteilung der Unternehmen, Beschäftigten, Umsatzerlöse und Bruttoinvestitionen 2009 im Bereich Dienstleistungen nach Abschnitten der ÖNACE 2008“) zeigt, dass gemessen an der Anzahl der Unternehmen der Handel mit 30,6% der Unternehmen, 35,4% der Beschäftigten und 51,5% der Umsatzerlöse führend war. Gemessen an der Anzahl der Unternehmen (23,5%) an zweiter Stelle lag der Abschnitt „Freiberufliche/technische Dienstleistungen“, indem allerdings nur 11,7% der Beschäftigten tätig waren. Der Bereich „Finanz- und Versicherungsleistungen“ erwirtschaftete mit nur 2,9% der Unternehmen und 7,3% der Beschäftigten 16,8% der Umsatzerlöse. Im Gegensatz dazu wies die „Beherbergung und Gastronomie“ mit 18,5% der Unternehmen und 15,0% der Beschäftigten nur 3,7% der Umsatzerlöse des gesamten Dienstleistungsbereiches auf.
Die Ergebnisse nach Beschäftigtengrößenklassen (siehe Grafik „Unternehmen,
Beschäftigte, Umsatzerlöse und Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten
im Dienstleistungsbereich 2009 nach Beschäftigtengrößenklassen“)
geben die überwiegend kleinbetriebliche Struktur der österreichischen
Wirtschaft wieder. Für das Berichtsjahr 2009 zeigte sich, dass
Die Ergebnisse nach Umsatzgrößenklassen zeigten von der Struktur her ein ähnliches
Bild wie das der Beschäftigtengrößenklassen.
Im Berichtsjahr 2009 wurden im Rahmen eines rotierenden
Merkmalsprogramms die Anzahl, Umsätze und Verkaufsflächen von Einzelhandelsarbeitsstätten
(Filialen) von Handelsunternehmen erhoben. In Österreich wurden die
Verkaufsflächen von
Die größten Verkaufsflächen wurden im Einzelhandel
mit sonstigen Haushaltsgeräten/Textilien mit knapp 5 Mio. m², dem
Einzelhandel mit sonstigen Gütern mit 4,2 Mio. m² sowie dem Einzelhandel
mit Waren verschiedener Art mit 4,0 Mio. m² gemessen. Niederösterreich
weist mit 3,2 Mio. m² vor Wien mit 2,9 Mio. m² die größte Gesamtverkaufsfläche
auf. Bei Betrachtung der Umsatzerlöse der Arbeitsstätten im Einzelhandel
pro m² Verkaufsfläche (siehe Grafik „Umsatzerlöse pro m² Verkaufsfläche
der Arbeitsstätten im Einzelhandel nach Bundesländern 2009“) kann
man ersehen, dass Wien und Vorarlberg die einzigen Bundesländer waren,
in denen über
Die Verordnung (EG) Nr. 295/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. März 2008 über die strukturelle Unternehmensstatistik (Neufassung) regelt seit dem Berichtsjahr 2008 u.a. die Erstellung struktureller Unternehmensstatistiken auf europäischer Ebene nach der neuen Klassifikation für wirtschaftliche Tätigkeiten NACE Rev. 2.
Die EU-Verordnung über die strukturelle Unternehmensstatistik ist auch die Grundlage für die Sammlung von Informationen über alle marktwirtschaftlichen Tätigkeiten im Rahmen der jährlichen Leistungs- und Strukturstatistik für die Abschnitte B bis N sowie die Abteilung 95 der ÖNACE 2008 ab dem Berichtsjahr 2008.
Ein Vergleich der Daten, die in den Berichtsjahren von 2003 bis 2007 nach der ÖNACE 2003 veröffentlicht wurden, ist mit Einführung der ÖNACE 2008 nur mehr bedingt möglich, da sich der Erfassungsbereich erweitert hat bzw. sich die Wirtschaftsbereiche verschoben haben. Gleichzeitig mit der Umstellung wurden auch geringfügige methodische und konzeptionelle Adaptierungen in der Leistungs- und Strukturstatistik vorgenommen. Weitere Informationen zu den Änderungen sowie eine Konversionsmatrix, welche mittels Konversionskoeffizienten eine Umrechnung der Ergebnisse nach der ÖNACE 2008 auf die ÖNACE 2003 für die wichtigsten Hauptmerkmale der Leistungs- und Strukturstatistik ermöglicht, ist ebenfalls auf der Homepage veröffentlicht.
Bereichsspezifische Ergebnisse und weitere methodische Hintergrundinformation zur Leistungs- und Strukturstatistik 2009 für den Produzierenden Bereich finden Sie unter Detailergebnisse „Produktion, Bauwesen“.
Vorläufig werden nur unentgeltlich verfügbare Daten angeboten, weiterführende Informationen entnehmen Sie bitte der jeweiligen Datenbank!