Die Regionalen Gesamtrechnungen berechnen das Bruttoregionalprodukt (BRP, regionales BIP) für die Bundesländer und zusätzlich für Wirtschaftsbereiche (A17-Aggregation der ÖNACE 2008) folgende Aggregate: Bruttowertschöpfung zu Herstellungspreisen, Arbeitnehmerentgelt und Bruttoanlageinvestitionen. Die Berechnung dieser Aggregate erfolgt zu laufenden Preisen (=nominell). Die Erwerbstätigen (insgesamt und Arbeitnehmer) werden in Beschäftigungsverhältnissen dargestellt. Es werden auch Berechnungen zum Arbeitsvolumen (Definition), gegliedert nach Wirtschaftsbereichen (A10-Aggregation), durchgeführt und publiziert.
Im Laufe des Jahres 2011 wurde im Zuge der Erstellung der oben genannten wirtschaftlichen Kenngrößen auf der NUTS 2 Ebene für das Berichtsjahr 2009 auch eine Neuberechnung der Berichtsjahre 2007 und 2008 nach der neuen Aktivitätsklassifikation ÖNACE 2008 durchgeführt. Die Berichtsjahre 2000 bis 2006 werden Ende 2012 zur Verfügung stehen. Die Daten sind mit den VGR-Hauptaggregaten zum Stand September 2011 konsistent.
Das von der Wirtschaftskrise geprägte Jahr 2009 führte
zu negativen Entwicklungen in allen Bundesländern, wobei diese in den
Regionen unterschiedlich stark ausgeprägt waren. Die Bundesländer
verzeichneten gegenüber dem Vorjahr nominelle Rückgänge des Bruttoregionalprodukts
(BRP) zwischen
Das Bruttoregionalprodukt je Einwohner ermöglicht
einen Vergleich der Wirtschaftskraft der Bundesländer. Mit
Dabei ist jedoch zu beachten, dass sich das BRP auf den Ort der Leistungserstellung (Arbeitsort) bezieht, während die dazu in Relation gesetzten Einwohnerzahlen auf den Wohnort bezogen sind; d.h., dass regionsüberschreitende Pendlerbewegungen unberücksichtigt bleiben. So stellt z.B. das Burgenland oder Teile Niederösterreichs traditionelle Auspendlerregionen dar.
Das Arbeitsvolumen umfasst laut ESVG die insgesamt von den Erwerbstätigen (Summe aus Arbeitnehmern und Selbständigen) tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden (Definition). Zusätzlich wird als Unterposition auch das Arbeitsvolumen der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen (unselbständig Beschäftigte) ausgewiesen. Die Daten stehen in der Wirtschaftsgliederung A10 zur Verfügung.
In absoluten Zahlen wurden von den Erwerbstätigen im Jahr 2009 die meisten Arbeitsstunden in Wien geleistet (rund 1,5 Mrd.), gefolgt von Ober- und Niederösterreich (rund 1,2 bzw. 1,1 Mrd. Stunden) sowie der Steiermark (rund 1,0 Mrd.). Diese vier Bundesländer deckten über 70% des Arbeitsvolumens in Österreich ab.